Recht und Soziales bei Diabetes

Führerschein

Grundsätzlich ist eine Diabeteserkrankung kein Grund nicht Auto zu fahren. Jedoch müssen einige Dinge beachtet werden. Besonders Diabetiker die eine Insulintherapie durchführen, sollten Traubenzucker oder andere Kohlenhydrate für Notfälle parat haben. Denn schwere Unterzuckerungen sind durchaus eine Gefahr beim Führen eines Kraftfahrzeugs. Sinken die Blutzuckerwerte zu tief kann es zu Beeinträchtigungen bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Konzentration kommen. Bei Anzeichen auf eine Unterzuckerung gilt: Bei der nächsten Gelegenheit sofort anhalten. Generell sollten sich Diabetiker nicht mit zu niedrigen Blutzuckerwerten hinter das Lenkrad setzen. Einschränkungen gibt es beim Führen von LKW oder Bussen. Betroffene müssen Ihren Stoffwechsel mindestens drei Monate stabil eingestellt haben und in regelmäßigen Abständen ärztliche Kontrollen durchführen lassen.

 

Schwerbehindertenausweis

Einen Antrag auf Anerkennung seiner Schwerbehinderung kann stellen, wer durch einen Diabetes erheblich in seiner Lebensführung beeinträchtig ist. Vorteile eines Schwerbehindertenausweises sind, dass bestimmte Nachteilsausgleiche gewährt werden, wie z. B. ein besserer Kündigungsschutz.

Der Ausweis kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Eventuell ist er bei Bewerbungen ein Ausschlusskriterium. Auch der Abschluss von Versicherungen kann erschwert werden. Es sollte also unbedingt gut überlegt sein in welcher Lebenssituation ein Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis gestellt wird.

Nicht jeder Diabetiker kann einen Schwerbehindertenausweis bekommen. Bei häufigen oder schweren Unterzuckerungen stehen die Chancen gut, ebenso wenn der Diabetes die Ausführung des Berufs unmöglich macht. Sehr schlecht hingegen sind die Chancen wenn der Stoffwechsel gut eingestellt sind.

Weitere Informationen zum Schwerbehindertenausweis finden sie unter:

Informationen zum Schwerbehindertenausweis

 

Beruf

Diabetiker können die meisten Beruf ohne Probleme ergreifen. Ausnahmen gibt es bei Berufen, bei denen Betroffene sich oder Andere durch Unterzuckerungen gefährden würden, wie z. B. Fluglotse, LKW-Fahrer oder Dienst an der Waffe. Am besten sollte der Berufswunsch oder -wechsel mit dem behandelnden Diabetologen oder einem Arbeitsmediziner abgestimmt werden, inwieweit Bedenken oder Auflagen bestehen.

Beim Einstellungsgespräch oder in der Bewerbung muss ein Diabetes nicht erwähnt werden. Wer in seinem Privatleben offen mit seinem Diabetes umgeht sollte in der Zeit der sozialen Medien aber auf jeden Fall ehrlich sein. Personalabteilungen prüfen bei einer Bewerbung oft die sozialen Hintergründe und machen sich die sozialen Netzwerke zu Nutzen. Daher kann es sein, dass Ihr Gegenüber im Einstellungsgespräch bereits von Ihrem Diabetes weiß. Zudem gibt es einige Berufe in denen es Vorteile bringt selbst betroffen zu sein, z. B. in der Pharma Industrie oder im Diabetesfachhandel.

Grundsätzlich kann es hilfreich sein, zumindest im engen Kollegenkreis den Diabetes zu erwähnen und entsprechend aufzuklären. Die Kollegen können bei einem Unterzucker-Notfall dann richtig reagieren.

 

Versicherung

Für Versicherungsgesellschaften sind chronisch Kranke ein Risikofaktor. Die Gefahr einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und die damit einhergehende Folge, dass eine kostenintensive Behandlung notwendig wird, ist bei dieser Gruppe erhöht. Bei Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherungen macht es daher Sinn, dass Betroffene sich an einen unabhängigen Versicherungsmakler wenden. Verbraucherzentralen können zu diesem Thema ebenfalls beratend zur Seite stehen.

 

Dabei geht es meist nicht nur um die Höhe der Beitragszahlung, sondern vielmehr wann ein Versicherungsfall eintritt und welche Fälle davon ausgeschlossen sein können. In jedem Fall sollten Antragssteller die Angaben zum Gesundheitszustand korrekt angeben. Im Versicherungsfall prüfen die Gesellschaften die Angaben auf inhaltliche Richtigkeit. Wer falsche Angaben macht läuft Gefahr am Ende kein Geld zu erhalten.

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